Einkreuzung (2024)

Nach langer Überlegung und vielen, vielen Beobachtungen unterschiedlicher Vizsla bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich der Rasse zu mehr Alltagstauglichkeit verhelfen will – und beginne damit selbst in meiner Zuchtlinie.

Vizsla sind relativ spezielle Hunde, bei denen der Grat zwischen „zu viel“ und „zu wenig“ so schmal ist, dass viele ihm nicht folgen können: Vor allem bei ein bisschen „zu viel“ droht, der Vizsla extreme Verhaltensweisen zu zeigen (Hektik, Nervosität, Angst, …) , womit viele Menschen nicht umgehen können.

Zwar habe ich mich immer bemüht, sehr wesensfeste Hunde zu verpaaren (und natürlich habe ich das auch gemacht) und insgesamt sind die Hunde aus meiner Zucht sehr gut zu leiden, aber die Probleme sind unter dem Strich immer die gleichen (siehe oben). Genetik lässt sich nicht „mal eben“ wegzüchten.

Deshalb ist über die letzten Monate der Wille gereift, eine Einkreuzung einer anderen Rasse vorzunehmen, um hier einen Fuß in die Tür zu bekommen. Achtung: Es handelt sich um eine (vorerst) einmalige Einkreuzung. Aus dieser Verpaarung behalten wir dann selbst eine Hündin, um dann weiter zu züchten. Wir gehen dann wieder auf Magyar Vizsla-Linie zurück! Es geht ausdrücklich nicht darum, eine neue (Designer-)Rasse zu züchten.

Einkreuzen werden wir einen Labrador aus Leistungslinie. So soll das Exterieur fast komplett und der Arbeitswille in Gänze unverändert bleiben, nur das Wesen wird etwas mehr „Familienhund“.

Natürlich suchen wir den Zuchtpartner auch bei dieser Verpaarung sorgsamst aus: Charakter, Untersuchungen, Ahnentafel – alles bleibt auf gleichem Niveau. Nur der Rüde wird einer anderen Rasse angehören.

Unter dem Strich erhalten wir dann in der ersten (F1) Generation natürlich Labrador-Vizsla-Mischlinge (ich nehme von dem Modewort „Vizslador“ hier bewusst Abstand, denn ich möchte und werde keine „Vizsladore“ züchten). In der zweiten Generation (F2) sind es dann 1/4-Labrador- und 3/4-Vizsla-Mischlinge und so weiter und so fort.

Die Welpen werden entsprechend der Generation als Mischlinge verkauft. Natürlich wie erwähnt mit Ahnentafel und allen Papieren, die eben so dazu gehören. Der Zuchtverband hat uns dieses Projekt genehmigt.

Nun suchen wir Käufer, die (noch mehr als bei uns sowieso schon üblich) Kontakt mit uns halten. Wir müssen und möchten das „Ergebnis“ genau im Auge behalten, denn nur so können wir am Ende Bilanz ziehen. Sehr gerne natürlich in und in der Nähe von Berlin.

Als Mutter ist Bertha Rosa geplant, die Suche nach einem passenden Rüden beginnen wir demnächst (wir nehmen Vorschläge/Angebote gerne entgegen).

Wir werden die Warteliste in den nächsten Monaten öffnen und informieren dazu dann noch einmal gesondert. Bis dahin ist ja noch etwas Zeit 😊.